Sonntag, Oktober 17, 2021
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Bürgermeister Maurer zur geplanten Stilllegung des Kraftwerks Weiher 3

Quierschied. Die Geschäftsführung der STEAG GmbH hatte Bürgermeister Lutz Maurer vergangene Woche persönlich darüber informiert, dass sie die endgültige Stilllegung des Kraftwerksblocks Weiher 3 in Quierschied bei der Bundesnetzagentur angemeldet hat. Bereits 2016 und erneut 2019 hatte der Konzern die vorläufige Schließung beantragt – auch des Kraftwerksblocks in Bexbach. Doch beiden Kohle-Kraftwerken wurde die Systemrelevanz bescheinigt. Seitdem laufen die beiden Kraftmeiler auf Reservebetrieb und springen ein, wenn nicht genug Sonne scheint oder Wind weht, um die Stabilität des regionalen Stromnetzes zu gewährleisten. Mit dieser offiziellen Anmeldung wird der politisch beschlossene Ausstieg aus der Kohleverstromung forciert.

„Ich bedauere die Entscheidung der STEAG-Geschäftsführung natürlich sehr. Sie trifft insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich hoffe inständig, dass es im Falle einer tatsächlichen Stilllegung sozialverträgliche Lösungen geben wird, die beide Seiten akzeptieren können“, sagt Bürgermeister Lutz Maurer und ergänzt: „Der Transformationsprozess hin zu mehr erneuerbaren Energien muss einerseits sozialverträglich und andererseits auch wirtschafts- und standortpolitisch sinnvoll gesteuert werden. Die Gemeinde Quierschied ist durch die Schließung der Gruben Camphausen und Göttelborn schon seit vielen Jahren in besonderem Maße von der Energiewende gezeichnet. Die endgültige Stilllegung des Kraftwerks Weiher wäre der Sargnagel, der das Ende einer tief in der Identifikation der Bevölkerung verwurzelten Tradition besiegelte. Nahezu jede Familie in Quierschied, Fischbach-Camphausen und Göttelborn ist in irgendeiner Weise eng mit dem Bergbau- oder der Kohleverstromung verbunden. Auch meine. Das hat eine gesteigerte Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger an die Politik zur Folge, traditionelle Energiestandorte nachhaltig und zum Wohle der Bevölkerung umzugestalten und zu entwickeln. Perspektivisch sehe ich im jetzigen Standort des Kraftwerks Weiher 3 beispielsweise großes Potenzial, zukunftsträchtige Technologien anzusiedeln.“

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