Dienstag, Juli 5, 2022
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Deutsch-Französischer Kulturrat hielt seine 63. Plenarsitzung in Berlin ab

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 Anlässlich seiner 63. Plenarsitzung trat der Deutsch-Französische Kulturrat am 5. Mai 2022 erstmals wieder in Präsenz in der Landesvertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin zusammen. Thorsten Bischoff, Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund und designierter Staatssekretär für Bundesangelegenheiten und für Medienpolitik, hieß den Rat in seinem Hause herzlich willkommen und sah dieses Treffen als Auftakt für den weiteren Austausch. 

In ihrer Grußbotschaft dankte Kulturstaatsministerin Claudia Roth dem DFKR für sein unerlässliches Engagement als bilateralem, kulturpolitischem Sprachrohr und Ideengeber: 

„Schon dem Vertrag von Aachen konnten wir durch die gute Zusammenarbeit zwischen BKM und dem DFKR eine starke kulturpolitische Handschrift geben […]. Die Ratschläge des Deutsch-Französischen Kulturrates sind immer sehr willkommen, sehr wichtig, sehr konstruktiv.“ 

Mit externen Expert:innen und Repräsentant:innen der deutschen und französischen Aufsichtsbehörden des DFKR diskutierte der Rat über Modelle und Erfordernisse einer binationalen Ausbildung und Professionalisierung. Dr. Marjorie Berthomier, Generalsekretärin der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), gab Einblicke in die Arbeitsweisen einer integrierten, grenzüberschreitend arbeitenden Einrichtung, speziell über das reichhaltige Angebot auch an interdisziplinär ausgerichteten Kulturstudiengängen. Prof. Dr. Markus Hilgert, Mitglied im Stiftungsrat der International Alliance for the Protection of Heritage in Conflict Areas (ALIPH), stellte die Arbeit dieser Organisation vor, die in Krisengebieten präventiv, akut oder in der Folge von Konflikten materielles und immaterielles Kulturerbe schützt bzw. wiederherstellt.

Daran anknüpfend betonte der DFKR die enorme Wichtigkeit einer grenzüberschreitend angelegten Aus- und Weiterbildung, die der Rat in Form konkreter Projekte vorantreiben möchte. Geplant ist, den Aufbau eines deutsch-französischen Zentrums für Provenienzforschung anzuregen sowie ein interkulturell angelegtes Mentoring-Programm als Instrument der Nachwuchsförderung anzubieten. 

Zuletzt tauschte sich der Rat über die 2021 aufgelegte Initiative der EU-Kommission „Neues Europäisches Bauhaus“ aus, die das Herzstück des europäischen „Green Deal“ bildet. Alicja Magdalena Herbowska, stellvertretende Leiterin des Neuen Europäischen Bauhauses bei der EU-Kommission, erläuterte die Idee einer Weiterentwicklung des Bauhauses unter dem Gesichtspunkt aktueller klima-, sozial- und kulturpolitischer Herausforderungen. Dabei verwies sie in ihrem Beitrag auf die Notwendigkeit einer Symbiose von Ästhetik, Inklusion und Nachhaltigkeit für die Gestaltung zukünftiger Wohn- und Lebensräume. 

Dr. Florian Drücke, deutscher Ko-Präsident des DFKR, erklärt: „Es ist gerade in der aktuellen Situation sehr erfreulich festzustellen, wie aktiv die Mitglieder des DFKR live und in Vollbesetzung verschiedenste Themenfelder des deutsch-französischen Spektrums angehen und dabei stets die europäische Dimension im Blick behalten. Der konsequente Austausch mit den jungen Kulturschaffenden führt darüber hinaus schon jetzt zu ersten Maßnahmen wie dem deutsch-französischen Mentoring-Programm, und wir sind entschlossen, auch andere Erkenntnisse weiterzuverfolgen und wissen ganz verschiedene Akteur:innen im deutsch-französischen Netzwerk an unserer Seite.“ 

Catherine Trautmann, französische Ko-Präsidentin des DFKR, betont die einzigartige Rolle des DFKR im Kontext des Ukraine-Krieges, wo das Kulturerbe und alle kreativen Wertschöpfungsketten in großer Gefahr sind. „Der Wiederaufbau der Ukraine muss ein europäisches Unterfangen sein und erfordert die Unterstützung aller Institutionen und Akteur:innen im Kulturbereich. Die Integration der Ukraine in die Europäische Union auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit wird ohne die Kultur nicht möglich sein, denn die kulturelle Identität nährt die Demokratie, und wir Europäer:innen teilen sie mit ihr. Das Interesse und der Sinn unserer deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit werden angesichts dieser Herausforderungen neu belebt.“ 

Quelle: Deutsch-Französischer Kulturrat

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