Sonntag, Februar 28, 2021

DIE LINKE im Stadtrat begrüßt Realisierung von Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Dächern

Politik

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Mit einer Kenntnisnahme im Umweltausschuss hat die Verwaltung der Landeshauptstadt die Umsetzung eines früheren rot-rot-grünen Beschlusses zur Realisierung von Photovoltaikanlagen auf städtischen Liegenschaften angekündigt. Bereits im damaligen Koalitionsvertrag zwischen SPD, der LINKEN und GRÜNEN war die Forcierung der Photovoltaik als klimaneutrale Energiequelle vereinbart worden. Auf Initiative der Linksfraktion wurde dann erstmals unter rot-rot-grüner Ägide im Dezember 2016 im Stadtrat beschlossen, den „Bau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden“ verstärkt zu betreiben.

Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Michael Bleines, erläutert:

„Wir haben seinerzeit darauf gedrängt, die Möglichkeiten der Photovoltaik in Saarbrücken intensiver zu nutzen. Unsere Absicht dabei war es, die Unmöglichkeit von Windenergie in Saarbrücken zu kompensieren und die Unsinnigkeit des Baus ineffizienter Windräder zu vermeiden. Die rot-rot-grüne Koalition hat entsprechende Beschlüsse zum Ausbau der Photovoltaik gefasst, beispielsweise in Form eines Prüfantrages an die Verwaltung, welche Optionen noch zur Verfügung stehen.  Wir begrüßen, dass die jetzige Stadtverwaltung die unter rot-rot-grün gefassten Beschlüsse nun umsetzen will.“

Wermutstropfen, so Bleines weiter, sei allerdings der Umstand, dass städtische Dachflächen für Photovoltaikanlagen überwiegend an Privatunternehmer fremdverpachtet werden sollen. Damit begebe man sich wieder in Abhängigkeiten. DIE LINKE hätte eine kommunale Lösung in Eigenregie der LHS vorgezogen.

„Alle demokratischen Parteien sind sich sicherlich darüber einig, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien unbedingte Priorität genießen muss. Daher ist dieses Vorgehen grundsätzlich auch zu begrüßen. Wo Windenergie Sinn macht, sollte man – die entsprechende Akzeptanz vorausgesetzt – diese auch nutzen. An Standorten wie der Landeshauptstadt Saarbrücken aber, mit geringer Windausbeute und enger Wohnbebauung, ist es hingegen sinnvoller, auf die Photovoltaik zu setzen. Insgesamt sollten die Kommunen zukünftig darauf achten, ihre Energieversorgung zunehmend autonom zu gestalten, um sich aus den Abhängigkeiten der Stromversorger zu begeben. Die Energieversorgung gehört zur Daseinsfürsorge und muss gewährleistbar bleiben.“

Regionalverband Saarbrücken

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