Samstag, Juli 24, 2021

Grüne auf dem Holzweg

Politik

Der Landesparteitag der Grünen hat gezeigt: Die Macht hat nur einer: Hubert Ulrich. In “beeindruckender” Weise demonstrierte der Mann aus Saarlouis, dass er die Mehrheiten organisieren kann, die man braucht um in der Partei etwas zu werden. Über diese Klippe sind am Wochenende Einige gesprungen. Ihre Namen kann man in den Listen des neuen Vorstands und der Kandidatinnen für den Bundestag lesen.

Dabei scheuten die Ulrich-Unterstützer nicht vor einem eklatanten Bruch der eigenen Verfassung zurück. Der Anspruch der Frauen auf den ersten Platz auf der Liste wurde einfach per Parteitagsbeschluss gekippt. Diese Entscheidung dürfte den Wahlgewinnern noch auf den Kopf fallen, denn die Unterlegenen kündigten rechtliche Schritte an, die dazu führen könnten, dass die Grünen Saar nicht im kommenden Bundestag vertreten sein würden.

Das Gesicht der grünen Partei an der Saar ist nicht erst seit diesem Parteitag eine Fratze des Opportunismus. Eigene Karrieren stehen scheinbar über sachorientierter Politik. Die vielfältigen Angebote zur Zusammenarbeit und Aufrufe zur Geschlossenheit wirkten nicht einmal mehr wie Lippenbekenntnisse. Manche/r Kandidat/in erweckte darüber hinaus den Eindruck, weder programmatisch noch sprachlich in der Lage zu sein, ein Führungsamt in einem Landesvorstand einnehmen zu können.

Werden die Grünen aus dieser Blamage lernen? Nein! Denn die Karrierist*innen haben ja erreicht, was sie wollten. Der Rest interessiert nicht. Spannend zu sehen wird allerdings, was die Wähler*innen davon halten.

Regionalverband Saarbrücken

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