Dienstag, April 20, 2021

IG BAU: „Keine coronabedingten Nachteile für die Auszubildenden“

Politik

IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Simons fordert entsprechende Ausstattung der Berufsschulen

Frankfurt am Main – Anlässlich der bevorstehenden Abschlussprüfungen warnt Nicole Simons, Bundesvorstandsmitglied in der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und zuständig für die Junge BAU, davor, „Auszubildende nicht als ,Corona-Jahrgänge‘ aufgrund geringerer Qualifizierung zu stigmatisieren. Es geht um die berufliche Zukunft der jungen Menschen, da dürfen bei späteren Bewerbungen keine Nachteile entstehen.“ Zudem sollte in den Prüfungen nur das abgefragt werden, was tatsächlich auch an Lernstoff vermittelt wurde. Und bei Prüfungsverschiebungen, die durch die Pandemie bedingt sind, dürften die Auszubildenden keine finanziellen Nachteile haben. Auch junge Beschäftigte planen ihre Zukunft und rechnen nach dem Abschluss mit einem Gehalt für Gesellen und Gesellinnen. 

Während der Ausbildung sollten Lehrinhalte, die in der Pandemie-Zeit verpasst wurden, im nächstmöglichen Jahr durch vermehrten Einsatz in den Berufsschulen oder den Überbetrieblichen Ausbildungszentren nachgeholt werden. „Die Betriebe sollten die jungen Leute entsprechend freistellen, damit sie genug Zeit zum Lernen haben“, sagt Simons. Zudem dürfe die Berufsausbildung nicht von der individuellen digitalen Qualifikation der jeweiligen Lehrkräfte abhängen. „Der eine macht professionelle Videokonferenzen, der andere verschickt PDF-Dateien.“ Auch dürfe die Ausbildung nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Azubis abhängen. Nicht alle Azubis könnten sich überhaupt einen Laptop leisten, via Smartphone könne niemand einem digitalen Unterricht adäquat folgen. Simons fordert, dass die Berufsschulen finanziell so ausgestattet werden, dass sie den entsprechenden technischen und didaktischen Standard gewährleisten können.

Im Bauhauptgewerbe gibt es derzeit rund 41.400 Auszubildende, etwa 11.000 legen ihre Prüfung ab. Das Dachdeckerhandwerk erlernen rund 7.700 junge Leute, 2.200 wollen ihren Abschluss in diesem Jahr machen. Bei den Gerüstbauern sind es 700 Azubis, 160 müssen für die Abschlussprüfung pauken. Im vergangenen Jahr gab es in dieser Sparte aufgrund von Unterrichtsausfall einen drastischen Anstieg bei der Durchfallquote.

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