Mittwoch, Januar 27, 2021

Kulturministerkonferenz der Großregion: grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit ist auch in der Corona-Krise unverzichtbar

Politik

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Das Saarland hat im Rahmen der Gipfelpräsidentschaft 2019/2020 den Vorsitz in der Kulturministerkonferenz der Großregion übernommen.

Heute kam die Kulturministerkonferenz in einer Videoschaltkonferenz zusammen, um eine Bilanz der saarländischen Präsidentschaft zu ziehen, die Gewinner des grenzüber­schreitenden Kulturpreises bekannt zu geben und über Leitlinien für die kulturelle Zusammenarbeit unter der kommenden französischen Präsidentschaft zu beraten.

Die Kulturministerkonferenz der Großregion bekräftigte, dass die grenzüber-schreitende kulturelle Zusammenarbeit insbesondere auch in Zeiten der  Corona-Pandemie unverzichtbar ist. „Gerade in der Krise müssen wir in der Großregion solidarisch zueinander stehen. Diese Herausforderungen können wir nur gemeinsam bewältigen. Das gilt im Saarland und das gilt in der Großregion. Grenzschließungen darf es nicht wieder geben“, erklärt Christine Streichert- Clivot, amtierende Vorsitzende der Kulturministerkonferenz der Großregion.

Ergebnisse der saarländischen Präsidentschaft sind u.a. eine Publikation zur Erleichterung der Mobilität der KünstlerInnen in der Großregion, die ab 15.12.2020 auf den Webseiten aller Partner abrufbar sein wird, die gemeinsamen Bewerbung des Tags des offenen Denkmals in der Großregion, die Intensivierung des Fachaustausch durch die Organisation von Expertentreffen sowie die Unterstützung besonderer Projekte wie der „Initiative POP“ und des Films „Europa –Reloaded- Robert Schuman wiederentdecken“.

In den kommenden Jahren soll die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie im Mittelpunkt der kulturellen Zusammenarbeit stehen. Die Kulturminister*innen haben heute daher auch beraten, wie im Zuge der französischen Präsidentschaft, unter Federführung der Région Grand Est, gemeinsame Ansätze zur Bewältigung der Krise entwickelt und konkrete Zukunftsperspektiven für die Kunst- und Kulturbranche in der gesamten Großregion aufgezeigt werden können.

Ideenwettbewerb (Kulturpreis des Kulturraums Großregion)

Um Kunst- und Kulturschaffende in der Großregion in der Krise zu unterstützen wurde im Rahmen der saarländischen Präsidentschaft ein grenzüberschreitender Wettbewerb mit Preisgeldern in einer Höhe von insgesamt 70.000 Euro initiiert. Ministerin Streichert-Clivot: „Wir haben 2020 sehr schnell gehandelt und einen Ideenwettbewerb zum künstlerischen Umgang mit der aktuellen Situation ins Leben gerufen. So hatten Kunst- und Kulturschaffenden die Möglichkeit, trotz der bestehenden Beschränkungen grenzüberschreitend zu arbeiten und Einkommen zu erzielen.“

Aus den eingereichten Beiträgen hat eine fünfköpfige Jury aus Expert*innen der Partnerregionen (Marc Scozzai, Rotondes, Luxemburg, Soenke Zehle, K8- Institut für strategische Ästhetik, Saarland, Ariane Fellbach-Stein, Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz, Frank Thorsten Moll, IKOB, Föderation Wallonien-Brüssel und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, Francis Gelin, Agence culturelle Grand Est) die folgende Auswahl getroffen:

  1. RADIO-POSTe, eine großregionale Rohrpost per Radio in komplizierten Zeiten, Liquid Penguin (Saarland), Konzeptförderung 5.000 Euro und 15.000 Euro Umsetzungsförderung
  2. Hotel Danceroom, Tanzprojekt in Hotels der Großregion, live oder online zu verfolgen Osmosis Cie (Grand Est), Konzeptförderung 5.000 Euro und 15.000 Euro Umsetzungsförderung
  3. Extra Texte. Grenzen des Textes“, eine experimentelle redaktionelle Online Plattform Ecole Supérieure d’Art de Lorraine (Grand Est), Konzeptförderung 5.000 Euro und 15.000 Euro Umsetzungsförderung
  4. „Victor Hugo“ – ein intermedialer szenischer Liederabend, Trio Cénacle (Luxemburg/Rheinland-Pfalz), Konzeptförderung 5.000 Euro
  5. „Nachtruf – drive in art – die Kunst lebt- grenzenlos“ – ein mobiles Kunst-Kommunikationsexperiment, Leslie Huppert (Saarland), Konzeptförderung 5.000 Euro

Alle Beiträge sind auf den gesamten Kooperationsraum ausgerichtet, sei es durch die beteiligten Künstler*innen, die Wahl der Vermittlung oder der Aufführungsorte. Jedes der ausgezeichneten Projekte bringt – unter Berücksichtigung der aktuellen Situation- die Kunst mitten in die Gesellschaft und bereichert diese durch Erzählen, Bewegen oder durch das Spiel mit der Sprache. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die ausgewählten Projektanträge in der Corona-Pandemie positive Signal für die Relevanz der Kunst und Kultur in der Gesellschaft, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Großregion darstellten. Innovativ und künstlerisch interessant zielten sie darauf ab, die Kulturszene zu aktivieren und dauerhafte Netzwerke zu schaffen.

Am heutigen Treffen der Kulturministerkonferenz nahmen  teil: 

  • Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur, Saarland
  • Sam Tanson, Ministre de la Culture, Luxemburg
  • Isabelle Weykmans, Ministerin für Kultur und Sport, Beschäftigung und Medien der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens
  • Philippe Pepin, Directeur au service Inspection Culture, Fédération Wallonie-Bruxelles
  • Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Rheinland-Pfalz
  • Thomas Schmitt, Beigeordneter für Kultur der Stadt Trier
  • Christelle Creff, Directrice Régionale des Affaires Culturelles Grand Est
  • Pascal Mangin, Président de la Commission Culture Grand Est
  • Elisabeth Guerquin, Vice-Présidente déléguée à la Culture du Département Meuse
  • Jean-Claude Cunat, Vice-Président délégué à la Culture du Département Moselle

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