Donnerstag, Januar 21, 2021

Meilenstein in der Geschichte der interkommunalen Zusammenarbeit

Politik

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Kreisstadt St. Wendel und Gemeinde Marpingen schaffen zukunftsweisende Servicestelle für gemeinsames Rechenzentrum aller Gemeinden im Landkreis St. Wendel

St. Wendel/Marpingen. Die Digitalisierung ist ein immer wichtigerer Faktor im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben. Gerade die vergangenen Monate verdeutlichten noch einmal, wie wichtig die Transformation von Daten auch für die öffentliche Hand ist. Hierzu gibt es gesetzliche Vorgaben, die Bund, Länder und Kommunen verpflichten, zahlreiche Verwaltungsleistungen künftig digital anzubieten. Dies reicht von Anträgen und Bearbeitung bis hin zur Bezahlung.

Die Gemeinden im Landkreis St. Wendel fassten deshalb während des Sommers einen Grundsatzbeschluss zum gemeinsamen Betrieb ihres digitalen Dokumentenmanagements in einem Rechenzentrum. Betrieb und Wartung einer Serverfarm soll dabei gemeinsam umgesetzt werden. Aus Kostengründen und zur Nutzung weiterer Synergieeffekte schlugen die Kreisstadt St. Wendel und die Gemeinde Marpingen vor, mit ihren IT-Experten zu diesem Zweck eine gemeinsame Servicestelle zu schaffen und zu unterhalten. Diese hat die Aufgabe, die Serverinfrastruktur in einem gemeinsamen Rechenzentrum aller Gemeinden des Landkreises zu betreuen. Zu ihren Aufgaben gehören dabei unter anderem die Konzeption, Wartung und Pflege des Rechenzentrumsbetriebes sowie die Pflege und Wartung des Dokumentenmanagements. Zudem wird die Servicestelle die Fachadministratoren in den Rathäusern bei Fragen als direkter Ansprechpartner unterstützen. Die hierzu notwendigen Glasfaseranschlüsse und Internetverbindungen sind ebenfalls Teil des Projektes. Die Kreisstadt St. Wendel und  die Gemeinde Marpingen gewährleisten für die beabsichtigte Zusammenarbeit die technische Einsatz- und Betriebsbereitschaft der dahinterstehenden IT-Landschaft.

Die Aufgaben dieser Servicestelle wurden in einem Supportkonzept festgehalten und in Form einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vertraglich festgelegt. Auf die Rechenzentrumsleistung können dann alle St. Wendeler Kommunen zugreifen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro für fünf Jahre. Davon werden rund 500 000 Euro im ersten Jahr vom saarländischen Ministerium für Inneres, Bauen und Sport aus Fördermitteln übernommen. 

St. Wendels Bürgermeister Peter Klär: „Dies ist ein Meilenstein in der Geschichte der kommunalen Familie im Saarland. Es gibt meines Erachtens im Saarland kein besseres Beispiel dafür, wie Kommunen sich gemeinsam in einer wichtigen Zukunftsfrage auf den Weg machen. Alle Bürgermeister waren sich einig, dies im Sinne einer interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) zu machen. Auf Kreisebene haben wir uns deshalb lange mit diesem Thema befasst und versucht, einen Weg zu finden, der für alle, auch die kleineren Kommunen, gangbar ist. Als größter Partner im Kreis war dabei für uns die Frage, wie wir am effektivsten helfen können. Gemeinsam mit Marpingen haben wir uns deshalb darum gekümmert, diese verantwortungsvolle Aufgabe nachhaltig für die Zukunft zu  übernehmen.“

„Es ist uns durch viele Abstimmungsgespräche gelungen, ein neues, gemeinsames Dokumentenmanagementsystem für alle Kommunen im Landkreis St. Wendel umzusetzen. Wir freuen uns nun auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Stadt St. Wendel beim Aufbau der IT-Servicestelle für alle Landkreis-Kommunen. Das ist ein Musterbeispiel für effektive und gute interkommunale Zusammenarbeit. Die Kommunen im Landkreis St. Wendel übernehmen dabei im Saarland eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Digitalisierung unserer Verwaltungen. Es macht mich stolz, dass uns das gemeinsam gelungen ist“, erklärt der Marpinger Bürgermeister Volker Weber.

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