Donnerstag, Mai 26, 2022
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Niedtalbahn-Krise: Rehlinger muss auf Vertragstreue pochen

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Tressel (GRÜNE) warnt vor schleichendem Attraktivitätsverlust +++ Anreizsystem gegen Zugausfälle auf den Weg bringen

Als Reaktion auf die Kompletteinstellung der Niedtalbahn zwischen Dillingen und Niedaltdorf auf unbestimmte Zeit warnt der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel vor einem schleichenden Attraktivitätsverlust und appelliert an Verkehrsministerin Rehlinger, gegenüber der Deutschen Bahn mit Nachdruck auf Erfüllung des Verkehrsvertrags zu pochen. Das Saarland dürfe sich die Kompletteinstellung nicht bieten lassen, sondern müsse auf Vertragstreue bestehen. Wenn nötig, müsse das Land auch rechtliche Schritte prüfen. Tressel regt ein Anreizsystem für die Bahnbetreiber gegen Zugausfälle an und fordert eine unbürokratische Entschädigung für Zeitkarteninhaber.

„Die Kompletteinstellung der Niedtalbahn auf unbestimmte Zeit wegen angeblichen Personalmangels bei der Bahn ist der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Serie von Problemen bei der Deutschen Bahn und fragwürdigen Maßnahmen des Saar-Verkehrsministeriums. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahrren Zugausfälle wegen kaputten Zügen oder Personalmangel. Die barrierefreien Züge kamen über ein Vierteljahr zu spät. Zudem hat das Saar-Verkehrsministerium in einem bemerkenswerten Vorgang die Niedtalbahn aus dem Tarif der Deutschen Bahn herausgelöst und anstoßtarifiert, was Mehrkosten für Fernverkehrsreisende verursacht. Auch fahren auf dieser Strecke lediglich 30 Prozent der Züge tagsüber mit einem Zugbegleiter. Man wird den Eindruck nicht los, die Bahnstrecke soll bewusst aufs Abstellgleis geschoben werden“, kritisiert Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker appeliert an Verkehrsministerin Rehlinger, gegenüber der Deutschen Bahn auf Erfüllung des Verkehrsvertrags mit dem Saarland zu pochen. Tressel: „Das Saarland darf sich als Aufgabenträger die Kompletteinstellung der Regionalbahnlinie 77 zwischen Dillingen und Niedaltdorf durch die DB-Regio auf unbestimmte Zeit nicht länger bieten lassen. Unter den Zugausfällen und dem Busersatzverkehr leiden Berufstätige wie Schüler. Die Bahnstrecke verliert zunehmend Attraktivität, die ohnehin schon durch regelmäßige Probleme und fragwürdige politische Entscheidungen massiv leidet. Die Deutsche Bahn muss den Betrieb unverzüglich sicherstellen und, wenn nötig, aus anderen Konzernbereichen nachpersonalisieren. Wir brauchen verlässliche Zugverbindungen. Verkehrsministerin Rehlinger ist in der Pflicht, dies mit Nachdruck einzufordern und sollte, wenn nötig, auch rechtliche Schritte prüfen.“

Tressel regt in diesem Zusammenhang ein besseres Anreizsystem für die Bahnbetreiber gegen Zugausfälle an. Zudem müssten nun Stammkunden der Niedtalbahn unbürokratisch entschädigt werden. Tressel: „Nötig ist eine klare Strategie gegen Zugausfälle, was auch die Vlexx-Krise vor Augen führt. Zugausfälle und sonstige Qualitätseinbußen dürfen gar nicht erst entstehen. Verkehrsministerin Rehlinger sollte ein Bonus-Malus-System prüfen. Ziel muss es sein, klare Anreize für gute Leistungen zu setzen. Bei sehr guten Leistungen sollten die Unternehmen vom Land finanziell belohnt, bei schlechten Leistungen deutlichere Strafen als bisher zu leisten sein, von denen Fahrgäste dann automatisch entschädigt werden. Bis dahin erwarte ich, dass die betroffenen Stammkunden der Niedtalbahn jetzt unbürokratisch entschädigt werden.“

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