Freitag, März 5, 2021

Risikovorsorge gegen Starkregen in St. Ingbert verbessern- Grüne Stadtratsfraktion fordert DWA Starkregen Audit

Politik

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Starkregen und extrem Trockenheit werden für das Saarland im Zusammenhang mit dem Klimawandel seit vielen Jahren vorhergesagt. Aber erst die hohen Sachschäden in der Gemeinde Kleinblittersdorf und in der Mittelstadt St. Ingbert im Juni 2018 haben das Thema in den politischen Focus gerückt.

Die Sondersitzung des Stadtrates am 12.09.2018 hat erste Informationen über das Ausmaß der Schäden und das Schadenspotential in der Stadt und den Ortsteilen auf den Tisch gelegt. Dazu der Grüne Gewässerexperte und Beigeordnete Adam Schmitt: „Die vorläufige Bestandsaufname der Schäden zeigt, dass das Risiko für Vermögensschäden durch Starkregen in der Stadt sehr hoch ist. Gründe sind das Überbauen vieler Bäche, Aufschütten von Rückhalteflächen und Fehler in der Stadtplanung der letzten 100 Jahre. Nach Ansicht meiner Fraktion muss der Schutz vor Schäden durch Starkregen zum zentralen Thema einer nachhaltigen Stadtplanung und Stadtentwicklung werden. Risikovorsorge und Beratung der Einwohner von St. Ingbert gehören ebenso zum Thema wie die Sicherung von Grün-. Überschwemmungs- und Rückhalteflächen. Hier sehen wir Handlungsbedarf.“

Als ersten Schritt einer „Risikoanalyse Starkregen in St. Ingbert“ fordern die Grünen zeitnah die Beauftragung eines „Audits Starkregen und Hochwasser“ durch die Experten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.(DWA). Diese Risikoanalyse kann kurzfristig Hinweise auf Problemfelder in der Stadt geben, die dann in ersten Maßnahmen, Baugenehmigungen oder Beratungsangeboten für die Bürger eingearbeitet werden.

Für den Grünen Stadtratsfraktion steht das Audit nicht in Konkurrenz zu vertiefenden Untersuchungen, die dann Grundlage für die Erstellung von Risikokarten und die Ausweisung von Risikogebieten sind. Dazu Adam Schmitt: „Die Experten der DWA sind aufgrund ihrer Erfahrung in der Lage, kurzfristig eine Gefahrenanalyse durchzuführen. Sie kennen viele Beispiele einer erfolgreichen professionellen Minimierung des Schadensrisikos und können somit erste Vorschläge zur Minimierung des Schadensrisikos zu machen. Das Audit bringt somit viel schneller Ergebnisse als Detailuntersuchungen für Risikokarten, die trotzdem wichtig sind für differenzierte Maßnahmen der Risikovorsorge und unklaren Ergebnissen der Ersteinschätzung des Audits.“

Für die Grüne Stadtratsfraktion ist nun die Stadtverwaltung am Zuge, das Audit vorzubereiten und durchzuführen. Bei 70 % Zuschuss des Umweltministeriums ist für deutlich unter 10 000 € aus dem Stadthaushalt durchgeführt werden kann. Die Verwaltung kann damit zeigen, dass Sie beim Schutz der Bürger vor den Risiken des Klimawandels im Sinne des Biosphärengedankens eine Vorreiterrolle übernehmen will.

Näheres zum DWA Audit Hochwasser und Starkregen findet man unter dem Link

https://de.dwa.de/de/hochwasseraudit.html

Regionalverband Saarbrücken

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