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Zukunftskamp „Jugend macht Ansagen“:

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Junge Menschen richten ihre Forderungen für die Zukunft des Saarlandes an die Politik

Arbeitskammer und Gewerkschaften luden zum Jugendcamp mit hochkarätigen Gästen ein

Rund 70 junge, gewerkschaftlich und politisch engagierte Menschen im Alter von 20 bis 30 Jahren haben sich von Freitag, 27. August, bis Sonntag, 29. August, beim „Zukunftscamp“ von Arbeitskammer, DGB- und IG Metall am Bostalsee unter dem Motto „Jugend macht Ansagen“ mit den drängenden Herausforderungen der Transformation beschäftigt. Ihre erarbeiteten Forderungen für eine gerechte, sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft richteten sie an die saarländische Politik.

In verschiedenen Workshops am Freitag und Samstag ging es gemeinsam mit Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern unter anderem um Themen wie die aktuelle wirtschaftliche Situation im Saarland, die Auswirkungen der Transformation auf die Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze sowie die Auswirkungen des Klimawandels. Übergeordnete Leitlinie war die Frage „In welcher Welt wollen wir als Jugend leben?“. Die in den Workshops erarbeiteten Forderungen an Politik und Gesellschaft stellten die jungen Erwachsenen am Samstagabend in einer Diskussionsrunde vor. Mit dabei waren Christiane Benner, 2. Vorsitzende der IG Metall, Anke Rehlinger, stellvertretende Ministerpräsidentin des Saarlandes, Wirtschafts- und Arbeitsministerin, und Prof Dr. Gerhard Wenz, emeritierter Chemieprofessor an der Universität des Saarlandes und Mitglied von Scientists for Future Saarland. Sie hatten nach jeder vorgetragenen Forderung jeweils zwei Minuten Zeit, um ein Statement dazu abzugeben. Nach der Begrüßung durch Timo Ahr, den Leiter der Transformationswerkstatt, betonten Benner, Rehlinger und Wenz, wie wichtig es sei, dass junge Menschen sich mit dem Thema Transformation auseinandersetzen, denn sie seien es, um deren Zukunft es geht.

Unter der Überschrift „Wie kann Transformation gelingen?“ formulierten die jungen Frauen und Männer unter anderem die Forderung nach mehr Förderung von Umschulung, Weiterbildung und Fortbildung sowie neue Ausbildungsberufe. Außerdem, dass die Erzeugung Erneuerbarer Energien ausgebaut werde, eine Reform des Bildungssystems, das unter anderem mehr interkulturelle Kompetenzen, Genderbewusstsein, Interdisziplinarität sowie kritisches Denken lehrt, und mehr staatliche Unterstützung für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie. Auch müsse mehr Geld in Bildung sowie Forschung und Entwicklung investiert werden, und sie wünschten eine Stärkung der Tarifbindung, mehr Mitbestimmung in den Betrieben sowie einen kostenlosen und zukunftsfähigen ÖPNV. An dieser Stelle betonte Rehlinger, mit der am 1. Juli im Saarland gestarteten Tarifreform sei der erste Schritt hin zu einem zukunftsfähigen ÖPNV gemacht, mit dem nächsten Schritt sollten mehr Angebote geschaffen werden. Die Forderung nach mehr Weiterbildung unterstützten sowohl die Wirtschaftsministerin als auch Wenz und Benner. Letztere unterstrich diesbezüglich nochmals die Forderung der IG Metall nach einem Transformationskurzarbeitergeld. Großen Applaus gab es für ihre Forderung „Wir brauchen mehr wirtschaftliche Mitbestimmung.“ Benner sagte: „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen in Unternehmen und Betrieben mehr Einfluss nehmen können, auch in strategischen Fragen. Das ist gerade in der Transformation wichtig.“ Arbeitgeber sollten verpflichtet werden können, sich mit Vorschlägen aus der Belegschaft zur Unternehmens-Ausrichtung zu befassen. „Und es macht einen Unterschied, ob Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbriefte Rechte haben oder nicht“, so Benner. 

Deutlich wurde im Verlauf des Abends auch, was Rehlinger eingangs formuliert hatte: „Die Zukunft des Landes hängt von der Frage ab: Gelingt uns die Transformation, und investieren wir genug Geld in unser Bildungssystem?“ Dabei betonte die Ministerin, dass das Land künftig noch stärker in Bildung investieren müsse. Um die Herausforderung der Transformation zu bewältigen, den Industriestandort Saarland zu erhalten und die saarländische Industrie klimatauglich zu machen, müssten alle an einem Strang ziehen – und die Jugend müsse miteinbezogen werden.

Die Initiatoren des „Zukunftscamps“ sind der Auffassung, dass junge Menschen wesentlich stärker in die Debatte um die Gestaltung der Zukunft einbezogen werden müssen. „Die Jugend muss gehört werden, wenn es darum geht, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Sie ist es, die sich stark macht für den Einklang von Umweltschutz und den Erhalt und die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen – Arbeitsplätze mit guten Arbeitsbedingungen, einer Mitbestimmungskultur und tarifvertraglichen Standards“, sagt dazu AK-Vorstandsvorsitzender Jörg Caspar.

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