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HWK ehrt verdiente Meister

HWK-Präsident Bernd Wegner (1.v.r.) überreicht 76 Handwerksmeistern und einer Handwerksmeisterin die Jubiläumsmeisterbriefe. Fotograf: Peter Diersch

HWK-Präsident Bernd Wegner verleiht Eiserne, Diamantene und Goldene Meisterbriefe

Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) verleiht heute (22. Oktober 2019) im Rahmen einer Feierstunde in der Saarbrücker Congresshalle Jubiläumsmeisterbriefe. HWK-Präsident Bernd Wegner überreicht 76 Handwerksmeistern und einer Handwerksmeisterin die Urkunden, darunter acht Eiserne (65 Meisterjahre), 23 Diamantene (60 Meisterjahre) und 45 Goldene Meisterbriefe (50 Meisterjahre).

HWK-Präsident Bernd Wegner freut sich über die gute Resonanz der Veranstaltung: „Es freut uns, dass so viele verdiente Meisterinnen und Meister, die zusammen rund 4.150 Meisterjahre repräsentieren, persönlich in die Congresshalle kommen, um ihre Jubiläumsmeisterbriefe in Empfang zu nehmen. Ich empfinde dies als große Wertschätzung gegenüber unserer Handwerkskammer und der Meisterqualifikation. Ich danke allen Meisterinnen und Meistern sehr herzlich, dass sie den Weg zu uns auf sich nehmen“, so Bernd Wegner. 

Rekordjubiläen

Ein Rekordjubiläum feiert Friseurmeister Ferdinand Hess. Der 89-Jährige aus Wadgassen erhält den Eisernen Meisterbrief für 65 Jahre Meisterqualifikation. Ferdinand Hess war zu seiner aktiven Zeit jahrzehntelang ehrenamtlich im saarländischen Handwerk tätig und einige Jahre Landesinnungsmeister der Landesinnung Friseure und Kosmetik Saarland. Damenschneidermeisterin Elfriede Müller aus Nonnweiler erhält ihren Diamantenen Meisterbrief. Sie hatte 1959 ihre Meisterprüfung abgelegt.

HWK-Präsident Bernd Wegner dankt den Jubilaren für ihr handwerkliches Engagement. „Unsere Jubilare sind sich Ihrer Verantwortung und Verpflichtung, die mit dem Meistertitel verbunden sind, immer bewusst gewesen. Sie haben damit das Ansehen Ihres Berufstandes und des Wirtschaftsbereichs Handwerk in der Öffentlichkeit gestärkt und waren Beispiel und Vorbild für Gesellen und Lehrlinge“, betont Bernd Wegner. Er stellt in diesem Zusammenhang die hohe Ausbildungsleistung des Handwerks heraus. Der Meisterbrief sei ein Garant für Kontinuität in der Ausbildung und ein weltweit anerkanntes Gütesiegel, so Präsident Wegner.

Wiedereinführung der Meisterpflicht ist wichtiges Signal

Bernd Wegner nimmt die Ehrung verdienter Meisterinnen und Meister zum Anlass, um auf die jüngste Entwicklung bei der Handwerksordnung hinzuweisen. Die Novellierung der Handwerksordnung im Jahre 2004 und die damit einhergehende Aushöhlung des handwerklichen Meisterbriefs sei von Anfang an umstritten gewesen, stellt Präsident Wegner fest. Es habe ihn deshalb gefreut, als Bundesminister Heiko Maas, SPD, bei der diesjährigen HWK-Meisterfeier in Saarbrücken öffentlich das deutliche Signal gegeben hat, die Bundesregierung überlege aus guten Gründen, in einzelnen Gewerken, in denen es „Fehlentwicklungen“ gegeben habe, die Meisterpflicht wieder einzuführen: „Ähnliche Signale hatte Bundesminister Peter Altmaier zuvor bereits bei der Internationalen Handwerksmesse in München im Frühjahr gegeben. Heute wissen wir, dass in zwölf Gewerken die Meisterpflicht, die mit der Handwerksnovelle von 2004 für 53 Berufe abgeschafft wurde, wieder eingeführt werden soll. Offensichtlich hat man auch in Berlin eines verstanden: Ohne Meisterbrief geht es nicht!“