Handwerkskonjunktur: Erholung, aber keine Entwarnung

HWK-Präsident Bernd Wegner: „Geschäftliches Umfeld bleibt Herausforderung“

„Wir nehmen Erholungstendenzen wahr, können aber noch keine Entwarnung geben“, so bewertet HWK-Präsident Bernd Wegner die derzeitige Lage im Handwerk. Er bezieht sich dabei auf die fünfte Umfrage zu den Corona-Auswirkungen, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) Ende Juni 2020 durchgeführt hat. Den Ergebnissen zufolge haben zwar die Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs des Handwerks weiter nachgelassen, dennoch bleibt das geschäftliche Umfeld für die Betriebe nach wie vor eine Herausforderung. So gaben 41 Prozent der Betriebe in der Bundesumfrage an, dass ihre Umsätze auf jahrestypischem Niveau liegen. 17 Prozent verbuchten im Vergleich zur Zeit vor Corona sogar eine Umsatzsteigerung. Damit reduzierte sich zwar die Höhe des Umsatzausfalls in den davon betroffenen Betrieben. Allerdings befürchtet die Mehrzahl der Handwerksbetriebe, dass die durch die Pandemie bedingten Umsatzverluste bis zum Jahresende nicht mehr aufgeholt werden können. 56 Prozent der Inhaber gehen davon aus, dass ihr Jahresumsatz 2020 geringer ausfallen wird als im Vorjahr.

Auch bei der Entwicklung der Auftragsbestände melden die Handwerksbetriebe in der ZDH-Umfrage erneut eine leichte Entspannung der Situation. Wobei auch hier noch keine Entwarnung gegeben werden könne. In der Summe sinken die Auftragsbestände im Handwerk nach wie vor.

Die Umfrageergebnisse hätten sich zwar strukturell leicht verbessert, ob in den kommenden Monaten die konjunkturelle Talsohle durchschritten werden könne, hänge insbesondere davon ab, wie schnell die Binnenwirtschaft wieder in Fahrt komme, so Wegner weiter. „Wichtig ist, dass jetzt Aufträge ans Handwerk erteilt werden. Daher appellieren wir an alle Kunden des Handwerks, vor allem aber auch an die öffentliche Hand, jetzt Handwerksbetriebe zu beauftragen“, unterstreicht Präsident Wegner. Zudem sind für Bernd Wegner die Rückkehr zum Regelbetrieb in der öffentlichen Verwaltung sowie eine Beschleunigung administrativer Abläufe durch digitale Prozesse zentrale Voraussetzungen, um Handwerksunternehmen ein reibungsloses Arbeiten zu ermöglichen.

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