Donnerstag, Februar 25, 2021

Saar-Handwerk unterrichtet und prüft wieder

Politik

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Handwerkliche Bildungszentren und Saarländische Meister- und Technikerschule (SMTS) nehmen wieder Betrieb auf

Die weißen Regenpavillons, die die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) an ihrem Gebäude in Alt-Saarbrücken aufgestellt hat, zeugen davon: Am kommenden Montag, 04. Mai 2020, nimmt die HWK wieder ihren Prüfungsbetrieb auf. Außerdem fährt die Saarländische Meister- und Technikerschule (SMTS) schrittweise ihren Präsenz-Schulbetrieb hoch. Gleichzeitig können sich Auszubildende im Handwerk in den Berufsschulen unter Anleitung ihrer Lehrkräfte auch wieder auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten. „Damit unsere Prüflinge den gebotenen Sicherheitsabstand wahren können und dennoch nicht im Regen stehen, haben wir eigens zeltähnliche Unterstände mit abnehmbaren Seitenwänden als Regenpavillons – etwa an Eingängen zu unseren Kammergebäuden – aufbauen lassen“, erklärt HWK-Präsident Bernd Wegner. Auch bei den Innungen und Verbänden des Saarhandwerks laufen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme von Teilen des Bildungsbetriebs auf Hochtouren. Der fachpraktische Unterricht der Meistervorbereitung an den Bildungszentren der Innungen und Verbände findet ebenfalls ab dem 4. Mai 2020 wieder statt. Die HWK geht zudem davon aus, dass auch der Kursbetrieb der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) unter Beachtung bestimmter Auflagen ab demselben Datum wiederaufgenommen werden kann. 

Auf Grundlage des „Musterhygieneplans Saarland zum Infektionsschutz in Schulen im Rahmen der Corona-Pandemiemaßnahmen“ haben die Bildungsstätten des Saarhandwerks Hygienekonzepte entwickelt und umgesetzt. Die darin aufgeführten Maßnahmen wie zum Beispiel das Tragen von Mund-Nase-Masken in bestimmten Bereichen lassen die Durchführung von Prüfungen und Schulungen in einem vertretbaren Maße zu. Um eine effektive Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen, hat die HWK rund 5.000 zusätzliche Masken angeschafft, die sie den Prüfungsteilnehmern zur Verfügung stellt. Die Prüflinge dürfen aber auch eigene geeignete Mund-Nasen-Masken mitbringen.

Mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung und Kultur Saarland werden die Lehrerinnen und Lehrer der SMTS den Unterricht teilweise online anbieten. Auch in der berufsbegleitenden Meistervorbereitung sowie der kaufmännischen HWK-Weiterbildung starten ab kommendem Montag vereinzelt prüfungsrelevante Lehrgänge wie der Lehrgang zum geprüften Betriebswirt nach der Handwerksordnung (HwO) oder der Fachtheorie-Lehrgang zu Teil II der Meistervorbereitung für Maler und Lackierer. In diesen Lehrgängen stehen Prüfungen beziehungsweise Teilprüfungen unmittelbar bevor.

Die Entscheidung, die Aktivität der Bildungsstätten wiederaufzunehmen erläutert Präsident Bernd Wegner mit Hinweis auf die Rolle des Handwerks für die Fachkräftesicherung: „Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation unseres Wirtschaftsbereichs ist es eine unserer wichtigsten Aufgabe als Handwerkskammer, das Engagement der ausbildenden Handwerksunternehmen mit einem funktionierenden Bildungswesen zu unterstützen“.

Die HWK hat in den letzten Tagen per Brief und über verschiedene Online-Kanäle über die organisatorischen Rahmenbedingungen zur Wiederaufnahme des Prüfungswesens und des Unterrichts informiert. HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbes unterstreicht: „Wir erreichen unsere Zielgruppen. Es zahlt sich in der Coronakrise aus, dass wir unsere Kommunikationskanäle deutlich ausgebaut und gestärkt haben. Die Abrufzahlen in unseren sozialen Medien und bei www.hwk-saarland.de sind nochmal deutlich nach oben gegangen. Wir informieren zeitnah über die Unterrichtsplanung, Schutzmaßnahmen und die allgemeine organisatorische Umsetzung des Schulbetriebs. Davon profitieren Prüfer, Prüflinge und Kursteilnehmer gleichermaßen“. 

Dass die HWK einmal Pavillons für Schlange stehende Prüfungsteilnehmer aufstellen lässt, habe er bis vor kurzem noch für sehr unwahrscheinlich gehalten, so HWK-Präsident Wegner: „Wir stellen uns wegen der Coronakrise täglich auf neue Situationen ein. Das erfordert auch ungewöhnliche Maßnahmen.“

Regionalverband Saarbrücken

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