Das Saarland hat seine Glasfaserausbauquote innerhalb eines Jahres um 19 Prozentpunkte gesteigert – stärker als jedes andere Bundesland. Für Haushalte und Unternehmen wächst damit die Chance auf schnelle Anschlüsse, auch wenn ein gebautes Netz nicht automatisch einen aktiven Hausanschluss bedeutet.
Im Ländervergleich der BREKO-Marktanalyse 2026 teilt sich das Saarland den größten Zuwachs mit Berlin. Während Berlin um 16,8 Prozentpunkte zulegte, beträgt das Plus im Saarland 19 Prozentpunkte. Eine konkrete Ausbauquote für das Saarland nennt die veröffentlichte Mitteilung allerdings nicht.
Bundesweit können Glasfasernetze zur Jahresmitte 2026 nach den Daten der Studie 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen erreichen. Das entspricht einer Ausbauquote von 62 Prozent. Aktiv genutzt werden 7,9 Millionen Anschlüsse. Die Zahl der tatsächlich angeschlossenen Gebäude und Wohnungen wuchs langsamer als im Vorjahr.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), der die Analyse veröffentlicht hat, sieht hohe Bau-, Material- und Finanzierungskosten als Belastung für den weiteren Ausbau. Drei von vier befragten Unternehmen berichteten demnach von steigenden Tiefbaukosten. Der Verband vertritt vor allem Wettbewerber der Deutschen Telekom und verbindet seine Zahlen mit Forderungen nach besseren Investitionsbedingungen.
Für viele Eigentümer bleibt der Hausanschluss entscheidend: Netzbetreiber verlegen die Leitung von der Straße bis ins Gebäude laut Studie wegen der Kosten häufiger erst, wenn ein Kundenvertrag vorliegt. Der BREKO beziffert die durchschnittlichen Kosten dieses sogenannten Hausstichs auf 1.950 Euro pro Anschluss.

