Am 6. Februar 2025 ereignete sich gegen 17:50 Uhr in der Provinzialstraße in Wadgassen ein Verkehrsunfall, bei dem sich der Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort entfernte.
Ein bislang unbekannter männlicher Fahrer einer schwarzen Mercedes-Benz Limousine erfasste in Höhe der Volksbankfiliale eine 83-jährige Frau, die gerade die Straße überqueren wollte. Ohne anzuhalten oder Hilfe zu leisten, entfernte sich der Fahrer vom Unfallort. Die Fußgängerin wurde durch die Kollision am Knie verletzt.
Die Polizeiinspektion Saarlouis bittet Zeugen des Vorfalls oder Personen, die zur Aufklärung des Unfalls beitragen können, sich unter der Telefonnummer 06831-9010 zu melden.
Nach der unglücklichen Niederlage in Ingolstadt, steht für den 1.FC Saarbrücken nun das Derby gegen den SV Waldhof Mannheim an.
Die Buwe stehen nach 22 Spielen auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz und finden sich somit mitten im Abstiegskampf wieder, mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Auf Rang 19 sind es gerade einmal zwei Punkte Vorsprung, es droht bei einer Niederlage also der Absturz in die rote Zone.
Geht man allein nach Statistiken, sollten sich die Mannheimer in Saarbrücken wenig Hoffnung machen. So konnte man in dieser Saison lediglich einmal Auswärts gewinnen und hat insgesamt erst sieben Punkte an fremder Stelle einsammeln können. Daraus resultiert ein schwacher Platz 17 in der Auswärtstabelle, lediglich Osnabrück, die zweite des VfB und Unterhaching können dies noch unterbieten.
Dazu kommt noch, dass der SVW seit sieben Spielen nicht mehr gewinnen konnte. Der letzte Sieg wurde Ende November mit einem 2:1 Heimerfolg über Hannover 96 Zweitvertretung gefeiert.
Wäre das Alles nicht bereits genug, stellt man mit 22 Toren auch noch die zweitschlechteste Offensive der Liga, nur Aachen ist noch ungefährlicher.
Es sieht also rein oberflächlich betrachtet düster aus für den Waldhof. Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die Saison, insbesondere die letzten Wochen, so sieht man ein leidenschaftlich kämpfendes Team, welches einem Befreiungsschlag jede Woche etwas näher kommt.
Positiv zu erwähnen wäre beispielsweise die Defensive. Der Waldhof kassierte bisher 27 Gegentore, womit man die siebtbeste Defensive der Liga stellt. Der Einsatz der Mannschaft stimmt ebenfalls. Das größte Problem liegt also zweifelsohne in der Offensive, wobei auch in diesem Aspekt letzte Woche immense Fortschritte beobachtet werden konnten.
Trainer Bernhard Trares, bereits in seiner zweiten Amtszeit nach sehr erfolgreicher Arbeit während seiner ersten, wo man unter anderem den Aufstieg 2019 feierte und danach eine, bis zur Coronapause, überragende Saison spielte, ließ seine Elf letzte Woche beim 2:2 in einer Art 4-1-2-1-2 starten.
Vor der Viererkette staffelten sich die vier zentralen Mittelfeldspieler in einer Raute. Zusammengestellt aus drei unfassbar aggressiven Balleroberern und einem kreativen Zehner hinter den beiden Spitzen. Gegen das mit über 60% im Durchschnitt ballbesitzstärkste Team aus Verl, lieferte der SVW, insbesondere in Halbzeit eins, ein überragendes Spiel ab. Man ließ den Ostwestfalen keine Luft zum Atmen, presste Mann gegen Mann über den ganzen Platz und scheiterte am Ende mal wieder an sich selbst. Vorne wurden wiederholt zahlreiche Chancen vergeben, hinten passte der oft eher unglückliche agierende Henning Matriciani einmal nicht auf seinen Mann auf, und einmal legte er ihn sich dann gleich selber rein.
Die Wochen zuvor fehlte bei den Waldhöfern die Durchschlagskraft in der Spitze. Der Ausfall von Torjäger Terrence Boyd, der bereits sechs Mal traf, konnte mit der Doppelspitze aus Shipnoski und Abifade nicht einmal im Ansatz aufgefangen werden. Felix Lohkemper brachte zwar ordentliche Akzente, konnte in 523 Minuten auch bereits drei Mal netzen, blieb bei seinen Startelfnominierungen aber ebenfalls blass.
Mit André Becker konnte kurz vor Ende der Deadline eine immense Verstärkung für den Angriff verpflichtet werden. Mit 1,97 und einem guten Stellungsspiel, ist er für jede Abwehrreihe der Liga eine echte Gefahr und funktionierte gegen Verl in Kombination mit dem umtriebigen Okpala sehr gut als Doppelspitze. Es wird davon auszugehen sein, dass diese Beiden auch in Saarbrücken starten
Hinter den Spitzen holte der Waldhof im Winter mit Arianit Ferati einen Rückkehrer für die Zehn. Ferati überzeugt durch einen starken linken Fuß, gute Standards und gefährliche Weitschüsse. Mit Sietan, Thalhammer und Rieckmann hat man das bereits erwähnte „Staubsauger-Mittelfeld“.
Rechts hinten spielte sich in den vergangenen Wochen Seyhan Yigit fest. Der junge Türke überzeugt durch ein enorm hohes Tempo und gute Flanken in den Strafraum. In der Mitte wird wohl Kapitän Lukas Klünter zurückkehren und mit Malte Karbstein die Innenverteidigung bilden. Links lieferte Tim Sechelmann ein gutes Spiel gegen Verl ab, hier könnte allerdings auch Henning Matriciani starten.
Im Tor steht seit dem fünften Spieltag Jan-Christoph Bartels. Dieser ist seit 2020 beim Waldhof, und wurde immer mal wieder rein- und rausrotiert. In 18 Ligaspielen kassierte er lediglich 21 Gegentore und rechtfertigt somit seinen Stammplatz im Tor.
Der Waldhof bewies in dieser Saison, dass man sich tendenziell wohler fühlt, wenn der Gegner das Spiel macht. Aggressives Pressing, vertikale Bälle in die Spitze, schnelle Kombinationen mit wenig Kontakten um in die gegnerische Hälfte zu kommen…
Der 1.FC Saarbrücken wird als Tabellendritter definitiv den Anspruch haben, gegen schlecht dastehende Mannheimer, das Spiel zu bestimmen. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der SVW diese Saison nur zweimal mit mehr als einem Tor verloren hat. Die Spiele sind also beinah allesamt knapp und es wird für den FCS keine leichte Aufgabe, die drei Punkte im Park zu behalten.
Am frühen Abend des 5. Februar 2025 ereignete sich im Bereich des Rabbiner-Rülf-Platzes in Saarbrücken ein Raubdelikt. Ein 24-jähriger Mann wurde nach einer verbalen Auseinandersetzung von drei bislang unbekannten Tätern die Treppe hinab zum Willi-Graf-Ufer gedrängt. Anschließend wurde er gemeinschaftlich attackiert, wobei ihm eine mitgeführte Tasche sowie Bargeld entwendet wurden. Die Täter flüchteten anschließend zu Fuß in Richtung Staatstheater.
Die Polizei Saarbrücken beschreibt die Täter als männliche Personen und bittet um Hinweise. Ein bisher unbekannter Zeuge soll die Tat mit seinem Mobiltelefon gefilmt haben.
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall oder zur Identität des filmenden Zeugen geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt unter der Telefonnummer 0681/9321233 in Verbindung zu setzen.
Neue Handreichungen des Verkehrsministeriums für Fastnachtsumzugswagen sorgen für Herausforderungen bei Vereinen, Kommunen und Behörden. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer hat sich daher mit einem dringenden Appell an die Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, Petra Berg, gewandt.
„Die neuen Anforderungen führen in der Praxis zu massiven Problemen für unsere Fastnachtsvereine, die seit Jahrzehnten mit Herzblut und ehrenamtlichem Engagement Motivwagen bauen. Viele Vereine sehen sich nun vor kaum umsetzbaren Auflagen, die ihre Teilnahme an den Umzügen gefährden“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer.
Besonders die zeitaufwendige technische Begutachtung durch den TÜV sowie zusätzliche bauliche Anforderungen stellen eine große Herausforderung für die Vereine dar. In vielen Fällen droht die Nichtzulassung von Wagen oder kostspielige Umbauten, die schwer umsetzbar sind. Diese Regelungen werden von den Betroffenen als bürokratische Belastung wahrgenommen und könnten langjährige Traditionen sowie das ehrenamtliche Engagement erheblich beeinträchtigen.
In seinem Schreiben fordert Dr. Ulli Meyer, den aktuellen Erlass aufzuheben und für die Session 2026 eine praxistaugliche Lösung zu erarbeiten. „Es braucht eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Kommunen, Fastnachtsvereinen und dem Ministerium, die sich an den bewährten Regelungen aus den Fastnachtshochburgen im Rheinland orientiert“, so der Oberbürgermeister.
Abschließend betont der St. Ingberter Oberbürgermeister die Dringlichkeit der Angelegenheit: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die diesjährige Fastnacht unter unnötigen bürokratischen Hürden leidet. Die Zeit drängt! Ich stehe jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um gemeinsam eine schnelle und pragmatische Lösung zu finden.“
Die U23 des FC 08 Homburg hat sich mit einem weiteren Neuzugang verstärkt. Der 23-jährige Mittelfeldspieler Justin Kihm wechselt vom Ligakonkurrenten Borussia Neunkirchen zu den Grün-Weißen und wird künftig in der Schröder-Liga Saar auflaufen.
Der aus Kaiserslautern stammende Kihm spielte in seiner Jugend für die U17, U19 und U23 des FK 03 Pirmasens, bevor er im Sommer 2022 zum SV Morlautern wechselte. Dort absolvierte er sechs Einsätze in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Ein Jahr später schloss er sich der U21 der SV 07 Elversberg in der Schröder-Liga Saar an, wo er in 23 Ligaspielen zwei Tore erzielte und eine Vorlage lieferte. Im Sommer 2024 folgte der Wechsel zu Borussia Neunkirchen, wo er bis zuletzt 16 Spiele in der Schröder-Liga Saar sowie eine Partie im Sparkassen-Pokal Saar bestritt.
Mauro Mazzotta, sportlicher Leiter der Homburger U23, äußerte sich zum Transfer: „Als sich die Möglichkeit ergab, Justin bereits im Winter zu bekommen, mussten wir nicht lange zögern. Die Entschlossenheit aller Parteien war entscheidend, um diesen Transfer noch auf der Zielgeraden zu realisieren. Wir werden ihn nun alle bei der Eingewöhnung unterstützen, damit er sein Potential schnellstmöglich auf dem Platz abrufen kann.“
Auch Kihm selbst zeigte sich erfreut über den Wechsel: „Der kurzfristige Wechsel im Winter war für mich die richtige Entscheidung. Ich wurde bisher super aufgenommen und bin froh, dass es geklappt hat und ich mit meinen Qualitäten dem Team weiterhelfen kann, um den maximalen Erfolg abzurufen.“
Im Zuge der Sanierung der Rosseltalbrücke wird die Anschlussstelle (AS) Geislautern zur A 620 in beide Fahrtrichtungen – Saarbrücken und Luxemburg – vollständig gesperrt. Die Sperrung beginnt am 10. Februar 2025 und soll voraussichtlich bis zum 31. März 2025 andauern.
Während dieses Zeitraums erfolgt die Umleitung für beide Fahrtrichtungen über die AS Völklingen und die Freiherr-vom-Stein-Straße. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu nutzen und mehr Fahrzeit einzuplanen.
Zusätzlich wird innerhalb des genannten Zeitraums die Hallerstraße für insgesamt zehn Tage teilweise gesperrt. Hier finden Kanalarbeiten im Rahmen der Brückensanierung statt.
Kirkel (ots) – Am Donnerstag, den 06.02.2025, gegen 17:20 Uhr, kam es zu einem Containerbrand in der Talstraße in Kirkel-Limbach. Ein bislang noch unbekannter Täter entzündete den Inhalt des Containers für Papier/Pappe/Kartonage auf bislang unbekannte Art und Weise, sodass es zu einem Schwelbrand kam. Im Anschluss entfernte sich der unbekannte Täter in von der Tatörtlichkeit. Durch den Brand entstand Sachschaden an dem Metallcontainer.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Homburg (06841-1060) in Verbindung zu setzen.
Türkismühle – Am Donnerstagnachmittag, dem 6. Februar 2025, kam es im Verkehrskreisel an der Saarbrücker Straße/Trierer Straße in Türkismühle zu einem Vorfall, bei dem ein 42-jähriger Mann den Straßenverkehr behinderte und Passanten belästigte.
Laut Polizeiangaben lief der Mann zwischen 16:15 und 16:30 Uhr mehrfach in den Kreisverkehr und stellte sich vor herannahende Fahrzeuge. Dabei machte er provozierende Gesten in Richtung der Autofahrer und versuchte, diese zum Anhalten zu nötigen. Zudem habe er lautstark Passanten angeschrien und sich ihnen bedrohlich genähert.
Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Nordsaarland trafen die Person später an und brachten sie in ein geeignetes Krankenhaus.
Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer und Passanten, die von dem Vorfall betroffen waren, sich unter der Telefonnummer 06871/90010 bei der Polizeiinspektion Nordsaarland zu melden.
Am kommenden Wochenende empfängt der 1. FC Saarbrücken den SV Waldhof Mannheim im heimischen Ludwigsparkstadion. Das Traditionsduell ist mit 15.000 Zuschauern restlos ausverkauft, die Vorfreude auf das Spiel groß.
Nach der knappen Niederlage gegen den FC Ingolstadt zeigte sich FCS-Trainer Rüdiger Ziehl zwar enttäuscht, konnte aber auch positive Aspekte aus dem Spiel mitnehmen. „Wir haben die meisten Torchancen erspielt, aber einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken. Das war ärgerlich, weil wir deutlich mehr verdient gehabt hätten“, so Ziehl. Gegen Mannheim wolle man nun wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.
Der Gegner aus Mannheim steht in der Auswärtstabelle auf Rang 17, konnte bislang nur einen einzigen Sieg auf fremdem Platz feiern. Dennoch warnt Ziehl davor, den Waldhof zu unterschätzen: „Die Ergebnisse täuschen über ihre Qualität hinweg. Gerade die letzten Spiele waren knapp, sie hätten einige gewinnen können. Sie spielen in einer Raute, was für uns eine besondere Herausforderung in der Defensive ist.“
Gut verpackt traten die Spieler des 1. FC Saarbrücken am Donnerstag zum Training an.
Unter der Woche verstärkte sich der FCS mit Florian Krüger (saarnews-Interview folgt morgen). Der Offensivspieler, der bis Sonntag bei K Beerschot VA in der belgischen ersten Liga aktiv war, ist bereits spielberechtigt und könnte gegen Mannheim erstmals zum Einsatz kommen. „Die letzten Jahre liefen für mich nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich wollte zu einer Mannschaft, die gefestigt ist und oben mitspielt“, erklärte der aus Staßfurt bei Magdeburg stammende Stürmer zu seinem Wechsel. Welche Rolle der Neuzugang genau einnehmen wird, ist noch offen. „Ich bin offensiv variabel, kann sowohl im Zentrum als auch auf den Flügeln spielen“, so Krüger. Durch die Verletzung von Kai Brünker könnte er eine wichtige Option für das Spiel gegen Mannheim werden.
Nicht nur Brünker muss ersetzt werden, sondern auch Sebastian Vasiliadis, der sich nach der Winterpause äußerst Stark präsentierte. „Wir haben mehrere Optionen: Richard Neudecker oder Elijah Krahn könnten die Position übernehmen“, erklärte Ziehl. Beim SV Waldhof gilt es, insbesondere auf Ferati und Neuzugang Becker zu achten. „Beide haben zuletzt eine gute Figur gemacht. Sie werden sich nicht nur hinten reinstellen, sondern versuchen, nach vorne Akzente zu setzen“, erwartet Ziehl.
Ein wichtiger Faktor wird die Atmosphäre im Ludwigsparkstadion sein. „Ich freue mich riesig, dass das Stadion ausverkauft ist. Die Unterstützung von den Rängen kann in so einem Spiel den Unterschied machen“, sagte Ziehl. Der 1. FC Saarbrücken will die Niederlage gegen Ingolstadt vergessen machen und gegen Mannheim wieder punkten. Mit einem Heimsieg könnte der FCS wieder näher an das Führungsduo in der Tabelle heranrücken.
Die Inszenierung geriet pompös. Wer sich beispielsweise an den Auftritt von Merz-Vorgänger als Kanzlerkandidat, Armin Laschet, vor drei Jahren in St. Wendel erinnert, der merkt, dass die CDU diesen Wahlkampf mit weit größeren Zutrauen betreibt. Nicht ohne Grund, denn trotz des Wirbels um die Zustimmung der AfD zur ersten Lesung des Zustrombegrenzungsgesetzes, liegt die CDU meilenweit vor dem demokratischen Wettbewerb. Das ausgestrahlte Selbstbewusstsein ist also keine Attitüde, sondern entstammt der sicheren Erwartung, den kommenden Kanzler zu stellen.
Gut 1000 Zuschauer wollten den Mann aus dem Sauerland mit den besonderen Beziehungen zum Saarland sehen. Dabei auch viel Politikprominenz, natürlich prioritär aus den Reihen der Christdemokraten. Neben dem St. Ingberter Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer waren auch der saarländische CDU-Landesvorsitzende Stephan Toscani, Generalsekretär Frank Wagner sowie die Bundestagskandidatinnen Yvonne Brück, Markus Uhl, Roland Theis anwesend.
Merz hob in seiner Rede hervor, dass Deutschland unter der Ampel-Koalition wirtschaftlich abgerutscht sei. Er verwies auf drei Millionen Arbeitslose, 400.000 verlorene Industriearbeitsplätze und eine Inflation, die höher sei als in vielen anderen Ländern der EU. Die Regierung sei für eine schleichende Deindustrialisierung verantwortlich. „Wir haben überall Arbeitskräftebedarf, aber gleichzeitig drei Millionen Arbeitslose und 5,6 Millionen Bürgergeldempfänger, von denen 1,7 Millionen arbeitsfähig sind“, kritisierte Merz. Er forderte eine Reform des Bürgergeldes und Steuererleichterungen für Unternehmen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Rolle Deutschlands in der EU. Merz sprach sich gegen eine Überregulierung aus Brüssel aus und kritisierte, dass Deutschland im internationalen Vergleich zu viele Gesetze und Vorschriften erlasse. Er warnte zudem vor wirtschaftlichen Spannungen mit den USA unter der neuen Präsidentschaft von Donald Trump. „Wir brauchen eine handlungsfähige Regierung, die sich in Brüssel und weltweit Gehör verschafft“, so Merz.
Mit Blick auf Zukunftstechnologien forderte Merz eine Stärkung von Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. Deutschland müsse sich stärker auf die Nutzung von Daten konzentrieren, anstatt sich durch überzogene Datenschutzbestimmungen selbst zu blockieren. Zudem kritisierte er den Ausstieg aus der Kernenergie und plädierte für eine verlässliche Energieversorgung durch moderne Gaskraftwerke.
Merz sprach sich gegen ein Absinken der Arbeitsmoral aus und kritisierte Modelle wie die Vier-Tage-Woche. „Mit Work-Life-Balance allein können wir den Wohlstand unseres Landes nicht erhalten“, erklärte er. Stattdessen brauche es Anreize für längeres Arbeiten im Rentenalter. Dazu schlug er eine Verdoppelung des steuerfreien Grundfreibetrags für Rentner vor.
Immer wieder griff Merz die aktuelle Bundesregierung scharf an. Er kritisierte die Migrationspolitik, die seiner Meinung nach dringend einer Reform bedarf. Zudem warf er SPD und Grünen vor, ideologiegetriebene Politik zu betreiben, anstatt wirtschaftliche Vernunft walten zu lassen.
Die Wahlkampfveranstaltung verlief trotz zweier Gegenveranstaltungen ohne größere Störungen. Gegen 16:30 Uhr demonstrierten rund 350 Personen der Gruppe „Omas for Future“ unter dem Motto „Keine Zusammenarbeit mit rechts außen“ in unmittelbarer Nähe zur Stadthalle. Gleichzeitig versammelten sich etwa 60 Personen unter dem Motto „Gegen die Brandmauer – Für Freiheit und Demokratie“. Beide Versammlungen waren angemeldet, jedoch mit einer höheren Teilnehmerzahl erwartet worden. Während der Versammlung der „Omas for Future“ trugen einige Personen Coronamasken, durften aber nach deren Abnahme weiter teilnehmen. Nach der offiziellen Beendigung der Demonstration um 18 Uhr kam es zu Provokationen zwischen Gruppen auf dem Marktplatz, die durch Polizeikräfte unterbunden wurden.
Zum Abschluss seiner Rede rief Merz dazu auf, am 23. Februar für einen Politikwechsel zu stimmen. „Deutschland braucht eine Regierung, die wirtschaftlichen Sachverstand und klare Führung zeigt“, erklärte er. Die Stimmung in der Halle war kämpferisch, der Applaus groß.
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