Zur Eröffnung des 30. Spieltag empfing der Tabellenvierte aus Elversberg den Neunten aus Karlsruhe. Anders als in der Vorwoche gegen Schalke, nutzte die SVE ihre Chancen und schlug die Badener hochverdient mit 3-0.
Vor dem Spiel gab es zwei Neuerungen bei der SVE. Gyamerah ersetzte den gegen Schalke verletzt ausgewechselten Keidel, dazu rückte Mokwa für Schnellbacher in die Startelf.
Die beiden Mannschaften begannen zunächst abwartend, bevor der KSC die erste Chance der Partie für sich vereinnahm. Ben Ferhat zog von der Strafraumgrenze ab, Kristof vereitelte den Aufsetzer daraufhin souverän (5). Wenig später die erste Großchance der Gäste! Eine Flanke von Rechtsverteidiger Jung fand Burnic am zweiten Pfosten, der aus kurzer Distanz direkt auf Kristof zielte.
Die erste Offensivbemühung der SVE folgte in Minute 12. Günther wurde auf der linken Außenbahn freigespielt, seine Flanke blieb aber hängen. Die Mannschaft von Vincent Wagner hatte merklich Probleme, sich gegen die kompakte KSC-Defensive durchzukombinieren und verzeichnete in der Anfangsphase kaum Abschlüsse.

Elversberg fand mit der Zeit jedoch besser in die Begegnung und erzielte nach 25 Minuten die Führung. Zimmerschied rückte ins Zentrum und spielte einen linienbrechenden Pass in die Tiefe auf Petkov. Allein vor KSC-Torhüter Bernat legte dieser quer auf Pherai, der sein erstes Tor für die SVE erzielte. Die „Elv“ präsentierte sich im Stile einer Spitzenmannschaft und nutzte direkt die erste Gelegenheit.
Elversberg arbeitete weiter. Günther setzte sich auf Außen stark durch und sah in der Mitte den mitgelaufenen Condé. Dieser versuchte es von außerhalb des Sechzehners, Bernat konnte den Schuss des Mittelfeldspielers im Nachhinein festhalten.
Daraufhin kühlte das Spiel ein wenig ab. Die Saarländer hatten die Begegnung mittlerweile über weite Strecken im Griff und ließ erst in der 42 die nächste größere Gelegenheit zu. Jung war durchgestartet, verpasste es allerdings, den Ball präzise querzulegen.
Das letzte Wort vor dem Pausenpfiff hatten dann wieder die Hausherren. Nach einem Steckpass von Pherai scheiterte Zimmerschied zunächst an Bernat. Über Umwege gelangte der Ball zu Mokwa, dessen Schuss von Franke gerade noch abgewehrt werden konnte. Somit blieb es zur Halbzeit beim Stand von 1-0.
Zur Pause tauschte Wagner erstmals. Gyamerah wurde kurz vor der Pause hart gefoult und blieb daraufhin in der Kabine. Für ihn kam Mickelson auf die rechte Seite.

Nach der Pause legte die SVE in gewohnter Offensiv-Manier los. Nach einem individuellen Fehler von Franke scheiterte Petkov aus kürzester Distanz an Bernat. Im Anschluss nahm sich Pherai die Kugel, doch Franke machte seinen Bock wieder wett und warf sich in die Schussbahn.
Die Saarländer ließen nicht locker und sollten in der 54. für ihre Bemühungen belohnt werden. Mokwa überspielte mehrere Karlsruher im Mittelfeld und spielte zu Zimmerschied. Der Flügelspieler bediente Pherai, der das Leder zuerst annahm und dann humorlos in den Winkel schmetterte. Ein wundervoller Treffer.
Zwei Minuten später der nächste Vorstoß. Günther kippte ins Zentrum ab und versuchte es mit dem schwachen rechten Fuß. Sein Abschluss flog nur knapp am Tor des Karlsruher SC vorbei. Elversberg war nun merklich in Spiellaune. Immer wieder setzte der Angriff um Zimmerschied zu feinen Dribblings in den Zwischenräumen an.
Der KSC war inzwischen völlig von der Rolle. Wenig überraschend fiel daher das 3-0 nach einer Stunde. Günther nahm eine zu weit geratene Flanke von Pherai auf und schlug sie flach in die Füße von Zimmerschied, der elegant zum 3-0 verwertete (62).
Wenig später ein erster Wermutstropfen für die SVE. Mokwa verletzt sich bei einer Offensivaktion und musste in der Folge ausgewechselt werden. Für ihn kam Schnellbacher rund zwanzig Minuten vor dem Ende in die Begegnung.
Etwa zehn Minuten später kamen Malanga und Sickinger für die jeweils herausragenden Günther und Pherai. Die Partie trudelte währenddessen ihrem Ende entgegen. Der KSC war zwar durchaus bemüht noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben, es fehlte ihnen aber an der letzten Genauigkeit. Aussichtsreiche Abschlüsse, wie der von Fukuda in der 80, wurden geblockt.
Kurz vor Schluss gab Vincent Wagner Winterneuzugang Adam noch ein paar Minuten, dafür ging Petkov vom Feld. Zuvor hatte Schnellbacher nach einer Vorlage von diesem das 4:0 vergeben, da er sich frei im Strafraum für einen versuchten Querpass anstelle eines Schusses entschieden hatte (85). In Anbetracht des sicheren Ergebnisses dürfte dies jedoch nicht allzu schwer wiegen.
Sechs Minuten Nachspielzeit gaben Schiedsrichter Felix Prigan und seine Assistenten obendrauf. Passieren sollte allerdings nichts mehr wirklich. Die SV Elversberg fährt also einen ungefährdeten 3-0-Erfolg ein und positioniert sich somit über Nacht auf dem dritten Tabellenplatz.

